Was ist Taijiquan?

Taijiquan (Tai Chi Chuan) ist eine chinesische Bewegungs- und innere Kampfkunst, deren langsame und kreisförmige Bewegungen Körper, Geist und Atmung trainieren und entspannen. In China wird sie traditionell zur Erhaltung der Gesundheit geübt. Im Vordergrund stehen Meditation, völlige Harmonie der äußeren Bewegung und inneren Energie sowie die Entwicklung von innerer Kraft.

Der Begriff "Taijiquan", bestehend aus drei Schriftzeichen kann zwei verschiedene Bedeutungen haben. "Tai" heißt "Höchstes" oder "Größtes", "Ji" ("Chi") bedeutet "Letztes" oder "Firstbalken", und "Quan" ("Chuan") bezeichnet "Boxen" oder "Faust". So kann man Taijiquan also als "Höchstes Letztes Boxen" oder "Faust des größten Firstbalken" übersetzen, wobei der Firstbalken als Verbindungsglied zwischen Himmel- und Erdenergie verstanden werden kann.

Im Allgemeinen spricht man von 5 großen Stilen des Taijiquan, obwohl es noch mehrere gibt, die teilweise sogar recht verbreitet sind. Die Hauptstile, bezeichnet nach den jeweiligen Gründerfamilien, sind "Chen-", "Yang-", "Wu-", "Wuu-" und "Sun-" Stil. Der Chen Stil, der nach Ende der Mingdynastie (1644) von Chen Wangting entwickelt wurde, gilt als erster Taijiquan Stil, auch wenn es damals und noch lange danach nicht "Taijiquan" genannt wurde. Er bildet die Basis aller weiteren Stile, also auch des Yangstils.